Fahrzeugbriefe - Historisches zu Flitzern, Karren und wahren Zauber-Schlitten
Borgward Isabella
erstellt am: 2. Dez. 2009 | von Redaktion
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Carl Borgwards Halsschlagadern schwellen an. Ein untrügliches Zeichen, dass der Chef der Bremer Autowerke „Borgward“ keine Lust hat, dumme Fragen zu beantworten. Trotzdem: Sein Cheftechniker will wissen, wie das gerade fertiggestellte neue Modell eigentlich heißen soll. Borgward schimpft, egal, von ihm aus könne man auch Isabella auf die Karrosserie malen. So wird im Juni 1954 der versammelten Motorpresse der Bundesrepublik der neue Oberklassewagen namens „Borgward Isabella“ vorgestellt.
Die Isabella ist elegant wie ein Maybach und sportlich wie ein Porsche. Vor allem die Kulturschickeria der Bundesrepublik liebt ihren mondänen Chick. Trotz technischer Mängel wird die Isabella zum sportlichen Designklassiker.
Doch Carl Borgward will höher hinaus. Er wirft ein Modell nach dem anderen auf den Markt. Darunter leidet die Qualität. Die Firma gerät ins Schlingern. 1961 ist Borgward hochverschuldet, selbst der Bremer Senat kann ihn nicht mehr retten. 1962 läuft die letzte Isabella vom Band. Hätte Borgward sich auf die Isabella konzentriert, wäre er vielleicht heute noch der viertgrößte Autobauer Deutschlands.












