Fahrzeugbriefe - Historisches zu Flitzern, Karren und wahren Zauber-Schlitten

Lamborghini 350 GT

erstellt am: 15. Dez. 2009 | von Artikel versenden Artikel versenden

Die Traktoren, die Ferruccio Lamborghini in den 50er Jahren aus alten Armee-LKWs zusammenschraubt, sind ein echter Verkaufsschlager. Sie machen den Bauernsohn aus einer kleinen norditalienischen Stadt zwar nicht berühmt, dafür aber reich. So reich, dass sich der automobilbegeisterte Unternehmer nahezu jede x-beliebige Luxuskarre in die Garage stellen könnte. Doch Ferruccio schwört vor allem auf seinen nagelneuen Ferrari 250 GT …

Der teure Sportwagen aus dem 30 Kilometer entfernten Maranello hat allerdings ein kleines Problem: Beim Beschleunigen rutscht ständig die Kupplung. Genervt lässt sich der reiche Traktor-Produzent eine Audienz beim Gründer der italienischen Nobelmarke, Enzo Ferrari, geben. Doch der Pate der legendären Sportwagenschmiede ist wenig begeistert, als ihm sein Nachbar aus Sant’ Agata Verbesserungsvorschläge bezüglich des Kupplungsproblems unterbreitet. ‚Lamborghini, geh doch Traktor fahren!’, schnauzt er seinen vermögenden Kunden unbeherrscht an …

Ferruccio Lamborghini löst das Problem auf seine Art. Zunächst baut er in seinen Ferrari selbst eine neue Kupplung ein. Anschließend macht er sich an die Entwicklung eines eigenen Sportwagens. Das Ergebnis präsentiert er im Jahr 1963 auf dem Turiner Autosalon: Der ‚Lamborghini 350 GT’. Der erste Sportwagen aus Ferruccios Traktorenwerk – ein 280 PS-Monster, das jeden Ferrari locker abhängt.

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