Fahrzeugbriefe - Historisches zu Flitzern, Karren und wahren Zauber-Schlitten

Citroën CX Prestige

erstellt am: 8. Feb. 2010 | von Artikel versenden Artikel versenden

Erich Honecker freut sich auf seine neue Luxus-Staatslimousine: Den brandneuen Citroën „CX Prestige“. Mit 1,5 Tonnen, fünf Metern und 130 PS ist der „CX“ ein repräsentatives Auto. Citroën liefert prompt – jedoch erst nach Schweden, denn dort wird der Wagen zur Staatskarrosse getunt. Doch Schweden weigert sich, Autos an die DDR auszuführen.

Honecker wartet lange auf seinen mobilen Traum. Ein hoher DDR- Staatsfunktionär muss den Citroën persönlich abholen. Endlich kann Honecker die berühmte hydropneumatische Federung auf DDR-Straßen genießen. Der Citroën mit Blaulicht und Standarten ist so leise, dass Honecker die Fernbedienung seines Blaupunkt HiFi Radios kaum braucht. Vor allem die elektrischen Fensterheber begeistern den ehemaligen FDJ-Vorsitzenden: jederzeit kann er Kinder- und Pioniergruppen zuwinken. Honecker besteht darauf, in einer ungepanzerten Linousine zu fahren.

Über die schwedisch-ostdeutschen Zollstreitereien sind jedoch vier Jahre vergangen. Mittlerweile ist es Sommer 1989. Honecker kann den Citroën nicht lange genießen. Im Oktober tritt er als Generalsekretär zurück und flieht wenig später nach Moskau. Seinen Citroën CX muss er zurücklassen.

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