Fahrzeugbriefe - Historisches zu Flitzern, Karren und wahren Zauber-Schlitten
Die Mercedes A-Klasse
erstellt am: 23. Feb. 2010 | von Redaktion
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Für die zwei schwedischen Testfahrer ist der Elchtest ein Routinemanöver. 1997 wollen sie den Elchtest bei mittlerer Geschwindigkeit mit dem brandneuen Mercedes der A-Klasse durchführen. Doch plötzlich trägt es den Mercedes aus der Kurve. Bei 60 km/h kippt er um. Glas splittert und zerschneidet einem der Insassen das Gesicht.
Bei DaimlerChrysler herrscht Panik. Erst drei Tage vor dem Test wurde die A-Klasse mit einem nie dagewesenen Werbeaufwand vorgestellt. Und nun hat der Elchtest eine Lachnummer daraus gemacht. Die Aktien sinken schlagartig um 14%. Konzernchef Jürgen Schrempp setzt eine Task Force Gruppe ein, die nach Feierabend oft bis 3 Uhr morgens konferiert. Neun Tage nach dem Debakel verkündet Schrempp umfangreiche Nachrüstungen; u.a. das elektronisches Stabilitätsprogramm ESP. Zugleich startet er eine offensive PR-Kampagne, um das verlorene Kundenvertrauen wieder zu gewinnen. Schon Anfang 1998 sind die Sympathiewerte für Daimler so hoch wie nie.
Die nachgerüsteten Autos kippen nicht mehr um. Die A-Klasse wird zu einer der erfolgreichsten Baureihen von DaimlerChrysler. Und die Elchkrise geht als Musterbeipiel für gelungenes Krisenmanagement in die Lehrbücher der Betriebswirtschaft ein.












