Fragen an den Autopapst

VW Polo BJ ‘01 springt nicht an

erstellt am: 8. Mrz. 2010 | von Redaktion Artikel versenden Artikel versenden

Hallo Andreas,

Mein Autoproblem:
VW Polo Baujahr 2001, gebraucht gekauft, vom Händler. Sporadisches Problem das dann immer häufiger auftrat: er springt nicht an, wenn ich nach ca. 6 Km eine Pause mache, z.B. meinen Sohn von der Schule abhole.
D.h. die ersten dreimal springt der Motor für eine halbe Sekunde an, dann geht das auch nicht mehr (manchmal hilft es die Motorhaube aufzumachen und er sprigt an, das geht aber nur zweimal). Muss dann bis zum nächsten Morgen warten, dann springt er wieder unschuldig an. Ich war jetzt achtmal (meine Frau versteht meine Geduld mit dem Händler nicht, aber bezüglich der Rechte ist es nicht so einfach…) bei dem Händler, der jedesmal auf Garantiebasis irgendwie rumgefrickelt hat aber nie wurde das Problem gelöst. Ursprünglich trat das Problem im Sommer bei sehr heissen Tagen auf, nach diversen Eingriffen aber auch im Winter. Was wurde angeblich gemacht:

Drosselklappen gereinigt, Temperatursensor, OTC, Steuereinheit, Geber, neue Schlüssel angefertigt, der Händler meinte es wäre die Wegfahrsperre (weil der Motor kurz ansprigt aber gleich wieder erstirbt).

Ok, ich denke er wollte das Problem über die 1 Jahr Garantie retten und das hat er auch geschafft.

Meine Erlösung dachte ich wäre eine richtige VW-Werkstatt. Die haben auch wieder irgendwas ausgelesen, haben aber gesagt, nach dem sie ein paar Sachen gemacht haben (350 Euro) ich hätte jetzt erstmal eine Basis, aber garantieren können sie erstmal nichts. Es hat nichts genützt – der Schaden wurde nicht behoben. Jetzt steht der Wagen wieder bei VW aber meine Hoffnung wird immer kleiner.

Wie soll ich weiterverfahren????

Wie soll ich mich der VW Werkstatt gegebüber verhalten? Weiter investieren – ich bin jetzt einfach unsicher, weil es ja auch das letzte Mal nicht geklappt hat.

Wenn Sie eine Idee hätten würde ich mich über eine email von Ihnen sehr freuen.

Lieben Gruss

Lars L.

Lieber Lars,

das Problem hat 2 Aspekte: Einen technischen und einen rechtlichen. Letzterer ist relativ einfach (theoretisch!): Du erteilst einer Werkstatt einen Auftrag mit einem möglichst genau beschriebenen Umfang (so wie mir auch beschrieben…). Die Werkstatt nimmt den Auftrag an und repariert. Anschließend erfüllst Du Deinen Teil des Vertrages und zahlst die Rechnung. Wenn das Problem anschließend nicht weg ist, hat die Werkstatt ihren Teil des Vertrages nicht erfüllt und darf noch mal (für Dich kostenlos!!) `ran. Und genau hier wird es problematisch: Entweder mogelt sich die Werkstatt mit Tricks aus ihrer Diagnose-/Reparaturinkompetenz heraus (“…was wir repariert/ausgetauscht habe, war aber auch defekt!…”) oder bastelt ewig ohne Ergebnis weiter. Hier hilft eigentlich nur Nervenstärke und ein sehr deutliches Statement der Geschäftsleitung des Reparaturbetriebes gegenüber.

Die vordergründig ursächlichen Teile des Autos sind offenbar alle erneuert/getauscht. Einzig die möglicherweise defekte Lesespule der Wegfahrsperre finde ich nicht in der Auflistung.

Leider ist das Problem wirklich sauschwer zu diagnostizieren. Aber mit diesen “Spezialfällen” werben ja die Vertragswerkstätten (“…die ganze Hersteller-Kompetenz aus einer Hand…”). Nageln Sie die Jungs, die Sie bezahlen, fest!! Sie sollen ihren Job machen, dann kriegen sie auch Ihr Geld…

Es grüßt

Der Autopapst

Tags: ,

Werbung

Weitere Artikel: