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Deutsche Verkehrswacht nimmt Sicherheit für Biker ins Visier

erstellt am: 24. Mai. 2011 | von Artikel versenden Artikel versenden


Um die Straßenverkehrssicherheit für Motorradfahrer zu verbessern, hat die Deutsche Verkehrswacht auf ihrer Jahreshauptversammlung gefordert, bis spätestens 2015 in Deutschland alle Motorräder ab 125 ccm verpflichtend mit ABS auszustatten. Damit unterstützt die DVW einen Vorschlag der EU-Kommission. Nach einer Nutzenanalyse für die Kommission könnte eine vollständige Ausstattung mit ABS die Zahl der getöteten Motorradfahrer in den nächsten zehn Jahren europaweit um 5.000 reduzieren.

Motorradfahrer wolle man künftig stärker in den Fokus der eigenen Arbeit rücken, kündigt DVW-Präsident Kurt Bodewig an. So müsste die Straßeninfrastruktur viel stärker an die Bedürfnisse der Motorradsicherheit angepasst werden. Dazu gehört beispielsweise auch ein flächendeckender Unterfahrschutz an Leitplanken. Er könnte Leben retten, ist man überzeugt. Andererseits müssten auch die Fahrer noch besser geschult und für die speziellen Risiken ihres Hobbys sensibilisiert werden.

Auch regt die Verkehrswacht an, die Einführung von automatischen Notrufsystemen (E-Call) für Motorradfahrer zu prüfen. Wird ein Unfall auf einer wenig befahrenen Landstraße nicht frühzeitig bemerkt, ist ein solches System die einzige Möglichkeit, einen Notruf abzusetzen.

In Europa ist das Risiko, bei einem Motorradunfall tödlich zu verunglücken, 18-mal höher als bei einem Pkw-Unfall. 2008 starben in der Europäischen Union 5.520 Motorradfahrer; das entspricht 14 Prozent aller im Straßenverkehr Getöteten. In Deutschland wurden im selben Jahr 656 tödlich verunglückte Motorradfahrer gezählt. Im Vergleich zu den Neunzigerjahren haben sich die europäischen Zahlen für Motorradfahrer kaum verändert, während sich die Zahl der getöteten Autofahrer im selben Zeitraum deutlich reduziert hat. (Auto-Reporter.NET/br)

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