Der Fiat 500

Der kleinwüchsige Aristoteles Onassis bittet den übergewichtigen Winston Churchill einzusteigen. Der Fiat, der den schwerreichen griechischen Reeder und den ehemaligen englischen Premier an diesem Tag des Jahres 1959 zu Onassis’ Yacht bringen soll, ist 2 Meter 97 kurz und 470 Kilo leicht. – Zwar ist dieser Fiat 500 gerade mal seit zwei Jahren auf dem Markt, doch der italienische Blech-Zwerg ist südlich der Alpen Ende der 50er Jahre bereits Kult.

Die Fiat Werke stellen 1957 den 500er als Nachfolger des legendären Topolino vor. Das Auto soll für jedermann erschwinglich sein. Ein niedriger Preis, eine spartanische Ausstattung und gerade mal 13 PS genügen zur Mobilmachung des gesamten Mittelmeerraumes. Weder der arme Pizzabäcker in Palermo, noch Miltimillionär Onassis erwarten vom Fiat 500 Konfort. Der Zwerg bietet für gerade mal 3.290 Mark nur das Allernötigste.

Bis 1976 verlassen 3,7 Millionen 500er das Fiat Werk in Turin. Heute ist der Fiat 500 eine kuriose Rarität, denn viele Exemplare leiden unter legendärem Rostfraß ab Werk. Selbst die Autos auf den Katalog-Bildern hatten schon Roststellen. Das tut seiner Beliebtheit keinen Abbruch: Heute kostet ein Original aus den Fünfzigern bis zu 10.000 Euro. – Und der Kult überlebt: Im Oktober 2007 kam eine Neuauflage des legendären Cinquecento in die Autohäuser…

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