…ich im Winter immer ein sauberes Auto haben will?

Soll man oder soll man nicht? Die einen dichten sauberen Autos im Winter eine bessere Erkennbarkeit an, andere warnen vor gefrorenen Schlüssellöchern und Türdichtungen. Wieder andere sagen, die Wäsche im Winter bringt ohnehin nichts, und die anderen fahren nur mit regennassem Wagen in die Wäsche. Was also ist nun gut und richtig? 6 Monate als Waschmuffel sollte kein Auto unterwegs sein, weil der Winterdreck immer Streusalz enthält. Und Streusalz ist nach wie vor der Rostgrund Nummer 1. Außerdem müssen die Glasflächen am Auto im Winter dauernd gesäubert werden. Das sind neben den Scheiben auch die Streuscheiben von Scheinwerfern und Rückleuchten. Bei dreckigen Scheiben reduziert sich die Sichtweite für den Fahrer um mehr als 75%, die Lichtstärke der Scheinwerfer fällt im Extremfall um die Hälfte ab. Häufigere Wäschen im Winter schaden dem verschmutzten Lack nicht, wenn er im Herbst (jetzt ist es schon zu spät…) eine frische Schicht Hartwachs bekommen hat und die Waschanlage möglichst mit regennassem Auto angesteuert wird. Wenn es kalt ist und Schnee liegt, sollten vor der Wäsche Schnee und Eis vom Auto entfernt werden, damit sich lösende Eisplatten von den Waschbürsten nicht auf dem Blech herum gewirbelt werden. Eine gute Idee ist das Extra „Unterbodenwäsche“, obwohl dieser Waschstraßenprogrammpunkt eigentlich seinen Namen nicht verdient. Im Winter sorgt er jedoch für eine „Ausdünnung“ der Salzkruste am Autobauch und damit für ein geringeres Korrosionsrisiko.

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