KTM X-Bow (Cross-Bow)

Im Jahr 2006 plant man bei KTM Großes. Der österreichische Motorradhersteller ist in der Vergangenheit vor allem als Produzent puristischer Cross- und Enduromaschinen in Erscheinung getreten. Doch nun wollen die Manager von KTM auch die Automobilbranche aufmischen. Ein Sportwagen, der das Enduro-Feeling auf vier Räder überträgt, soll dabei helfen.

Das Auto, das daraufhin vom österreichischen Design-Büro Kiska entworfen wird, ähnelt folgerichtig mehr einem vierrädrigen Motorrad. Das ultraflache Design-Monster beschleunigt von Null auf Hundert in weniger als vier Sekunden. Auf Türen und Dach muss der unerschrockene Fahrer verzichten. Die Windschutzscheibe ist knappe sieben Zentimeter hoch – gerade hoch genug, um eine lästige Helmpflicht zu umgehen. Dennoch rät KTM den Käufern des ‚X-Bow’ genannten Gefährts, einen Helm bei zukünftigen Ausfahrten vorsichtshalber mitzunehmen.

Auch auf Airbags oder ABS müssen ‚X-Bow’ – Enthusiasten verzichten. Doch immerhin erlegt sich KTM eine ‚Freiwillige Selbstkontrolle’ auf: Nur Fahrer, die das 24. Lebensjahr vollendet haben, dürfen das Motorrad auf vier Rädern erwerben. Zudem muss sich jeder Käufer verpflichten, ein Fahrsicherheitstraining zu absolvieren. Vielleicht sind das zu viele Pflichten für freiheitsliebende Geschwindigkeits-Freaks. Im Sommer 2009 wird die Produktion des ‚X-Bows’ nach nur einem Jahr gestoppt.

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