Opel sucht Fahrer für internationalen Rallye-Sport

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Opel will offenbar in den internationalen Rallye-Sport zurückkehren. Nachdem Opel 2013 den nationalen Adam-Cup gestartet hat, will Opel künftig auch um die Europameisterschaft mitfahren. „Wir sind an Kontinuität und an einer langfristigen und nachhaltigen Entwicklung interessiert und haben dafür ein Pyramidenkonzept entwickelt. Dieses ermöglicht dem Fahrer, sich von der Basis bis zur europäischen Spitze zu entwickeln”, sagte Opel-Chef Karl-Thomas Neumann im Gespräch mit auto motor und sport.

Neben dem seriennahen Cup-Auto für Einsteiger hat Opel bereits eine 190 PS starke R2-Version des Adam homologiert. Für höhere Weihen ist die R-Version des Adam allerdings nicht geeignet. Allerdings denkt Neumann daran, die nächste Generation des Corsa als Rennauto zu nutzen. „In den höheren Klassen benötigt man sicher ein anderes Fahrzeug. Aus diesem Grund untersuchen wir die fünfte Generation des Corsa als potenzielles Einsatzfahrzeug.”

Sportchef Jörg Schrott hatte bereits im vergangenen Herbst angedeutet, dass es in der Sportabteilung Überlegungen für einen Corsa mit Allradantrieb und Turbomotor nach dem R5-Reglement der FIA gibt. Damit stünde ein potenzielles Siegerauto von nationalen Meisterschaften über die Europameisterschaft bis hin zur WRC2, der zweiten Liga der Rallye-WM, zur Verfügung. Vom R5 wäre auch der Schritt zu einem World Rallye Car für die Top-Liga der WM nicht mehr allzu groß.

Die Suche nach möglichen Fahrern auf Toplevel hat schon begonnen. Seit 2014 unterhält Opel ein Werksteam mit zwei Adam R2 für die Eigengewächse Marijan Griebel und Fabian Kreim. Die deutschen Junioren absolvieren in dieser Saison ein Mischprogramm aus nationalen und internationalen Einsätzen, um sich auf größere Aufgaben vorzubereiten. Der nächste logische Schritt wäre ein Aufstieg in die Junioren-WM. Dort sind frontgetriebene Autos nach dem R3-Reglement vorgeschrieben. Laut Neumann ist auch ein Corsa R3 bereits in Planung. (dpp-AutoReporter)