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…die Türschlösser eingefroren sind?

Früher wurden Tricks mit durch Feuerzeugflammen erhitzten Schlüsselbärten oder durch Batteriestrom beheizten Schlüssellochsonden heiß gehandelt. Außer verschmorten Schlüsselköpfen und einer Sammlung neuer Flüche ergab das aber nichts. Viel besser wirkte der heiße Lappen, das Schloss war recht schnell zur Mitarbeit überredet. Leider fror der ganze Kram unmittelbar danach schlimmer zusammen als vorher. Also, was ist heute ratsam? Besorgen Sie sich eines der Kissen, die zum Kühlen oder Warmhalten von Gelenken verordnet werden. In der Mikrowelle nach Herstellervorschrift erhitzt, bringt es viel Wärmeenergie in das Schloss, das dabei selbst völlig trocken bleibt. Um ein erneutes Einfrieren zu vermeiden, sollten Sie danach Türschlossenteiser und dann sofort ein Schlossschmiermittel (Graphit/„weißes Spray“) ins Schloss sprühen. Das Schmiermittel wirkt wasserverdrängend und hilft so den nächsten Frost besser ertragen. Genau so wichtig ist die Pflege der Türdichtungen, die aus relativ weichem und saugfähigem Gummi bestehen. Wenn die Dichtungen durch eine Regenphase noch feucht sind und kein Pflegemittel erhalten haben, frieren Sie häufig bombenfest an den Türrahmen und werden durch grobe Öffnungsversuche aus ihrer Führung gerissen. Dabei werden sie oft zerstört und müssen für viel Geld (dreistellige Beträge!) ersetzt werden. Da lohnt die vorbeugende Behandlung mit Glitzerin, Hirschtalg oder oder Kunststoffpflegemitteln. Zum Auftragen muss es übrigens nicht über 0° C sein…

Mehr Tipps vom AUTOPAPST finden Sie in seinem aktuellen Buch:  “Fährt man rückwärts an den Baum, verkleinert sich der Kofferraum”