Volvo 1800 ES

Im Jahr 1967 sitzt Jan Wilsgaard vor seinem Skizzenblock und zeichnet. Der 42-jährige Chefdesigner der schwedischen Automobilmarke Volvo soll etwas retten, was eigentlich nicht mehr zu retten ist: Das Volvo Sportcoupé P 1800. Das Modell hinkt der Zeit hinterher und soll gründlich runderneuert werden.

Vor allem über die Heckpartie des veralteten Sportcoupés soll Wilsgaard sich Gedanken machen. Volvo-Boss Gunnar Engellau verlangt einen ungewöhnlich großen Kofferraum, in dem sich bequem eine komplette Golfausrüstung unterbringen lässt. Grund für die ungewöhnliche Vorgabe ist die anstehende Steuererhöhung für Sportwagen in den USA.

Jan Wilsgaard lässt sich etwas Einzigartiges einfallen. Er ersetzt das alte Heck des Sportcoupés durch eine langgezogene durchsichtige Kuppel. Ein besonderer Blickfang ist dabei die große Heckklappe, die komplett aus Glas gefertigt ist. Als der Sportkombi 1800 ES im August 1971 der Öffentlichkeit vorgestellt wird, sorgt vor allem die gläserne Heckklappe für reichlich Gesprächsstoff. Sie ist es, die dem neuen Volvo-Modell zu seinem Spitznamen verhilft, unter dem es allgemeine Berühmtheit erlangt: ‚Schneewittchensarg’.

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