Schlagwort-Archiv: OT-Geber

VW Polo BJ ’07 – Benzinpumpe bekommt keinen Strom

Hallo Autopapst,

ich habe einen VW Polo 9N von 2007 (3 Zylinder, 54PS) der mich zur Verzweiflung bringt. Die Benzinpumpe bekommt ab und zu nach einer kurzen Fahrt keinen Strom und der Motor kann nicht erneut gestartet werden.
Das Relais ist in der letzten Woche ausgetauscht worden. Beim Auslesen des Fahrzeuges, wurde kein Fehler festgestellt.

Historie:
1. Mal: Nach einer kurzen Fahrt von 5 km ließ sich der Wagen nicht mehr starten. Abstelldauer ca. 10Min. Die Fehlerdiagnose lautete: Drosselklappe und Einspritzdüse. Der Wagen ging mit Starterspray wieder an und fuhr für wunderbare 2 Wochen ohne Probleme…

2. Mal: (2 Woche später) Nachdem der Wagen schief stand, da wir die Winterreifen aufgezogen hatten, wollte der Wagen nicht mehr starten. Abstelldauer ca. 1 Std. Die Benzinpumpe war nicht zu hören. Durch das Ziehen der Sicherungen richtete sich die Pumpe aus und das Fahrzeug funktionierte wieder.

3. Mal: (2 Wochen später) Nach einer kurzen Fahrt von 10km startete der Wagen nach einer Abstelldauer von 30Min nicht mehr. Zuvor war der Wagen nur widerwillig angegangen – es hat gedauert bis er startete. Durch das Ziehen der Sicherungen lief die Pumpe wieder an und der Wagen startete wieder. Wir tauschten die Sicherungen vorsichtshalber aus.

4. Mal: (3 Wochen später) Nach einer kurzen Fahrt von 4km (Abstelldauer 4 Min.) startete der Wagen nicht mehr. Ich ließ ihn in eine Werkstatt eines Bekannten abschleppen. Dort wurde gemessen, dass die Benzinpumpe statt 12V nur 3V bekam. Das Relais wurde auf Verdacht ausgetauscht und der Wagen lief wieder ohne Probleme. Zur Kontrolle wurde das alte Relais eingesetzt – und der Wagen lief interessanterweise ebenfalls.

5. Mal: (2 Tage später) Trotz neuem Relais ging der Wagen nach einer kurzen Fahrt von 10km am nächsten Morgen nicht an. Wir zogen sowohl die Sicherungen und das Relais, aber die Benzinpumpe richtete sich nicht hörbar aus. Wir haben den Fehlerspeicher ausgelesen, es konnte jedoch kein Fehler gefunden werden. Wir ließen den Wagen zum Bosch-Dienst bringen und dort wurde die Benzinpumpe mit einer Batterie überbrückt und – oh Wunder – der Wagen lief wieder für 2 Wochen.

6. Mal (2 Wochen später – Wir haben eine „provisorische“ Überbrückung geschaffen, indem
wir vom Zigarettenanzünder zur Benzinpumpe ein Kabel legten.) Nach einer kurzen Fahrt von 1km ging der Wagen nicht mehr an. Ich habe das Relais gezogen, die Sicherungen, habe die Benzinpumpe über den Zigarettenanzünder versucht zu starten – und sie lief auch
hörbar… Aber der Wagen wollte nicht anspringen. Wir haben die Benzinpumpe wieder überbrücken können – über die Batterie, nicht über den Zigarettenanzünder – und nun läuft er zur Zeit.

Jedes Mal war es kalt – Schnee oder Nässe – die Außentemperatur lag immer so zwischen +3°C und -6°C… wir haben den Verdacht, kann das am Wetter liegen?

Inzwischen sind alle ratlos, was es sein könnte.
– Benzinpumpe (läuft wenn Sie Strom bekommt)
– Kurbelwellensensor
– Steuergerät
– Zündschloss
– Tacho
– Kabelbruch (unwahrscheinlich, weil der Wagen ja ansonsten
läuft und keine Aussetzer beim Fahren hat)…

Ich hoffe Sie haben noch eine Idee?!

Viele Grüße

Wahrscheinlich haben Sie sich zu sehr auf die Benzinseite „geworfen“. Die Überlegung ist zwar eigentlich richtig, aber die Frage nach dem „Warum“ des Nichtlaufens der Benzinpumpe liegt sicher nicht an der Pumpe und Ihrer Stromversorgung, sondern eher an der Zündung bzw. deren Impulsgeber. Wenn der nicht funktioniert, bekommt das Steuergerät (vulgo auch „Relais“ der Benzinpumpe kein „Go“ für das Stromsignal und schickt deshalb auch keins. Wenn die Pumpe dann „kurzgeschlossen“ wird und läuft, braucht der Motor aber trotzdem den Zündimpuls, damit die Kerzen einen Zündfunken bekommen. Denn trotz Benzin springt der Motor ohne den zündenden Funken nicht an!

Also: Zündung (OT-Geber?) checken, ggf. wieder beim Bosch-Dienst mit einem Motortester oder einem Oszilloskop. Vielleicht hilft diese Theorie dem Bosch-Mann ja weiter (es soll übrigens auch bei VW gute Leute geben, aber die muss man erst mal finden…)

Gruß vom Autopapst

Opel Astra BJ ’95 – Motor geht beim Fahren aus

Sehr geehrter Andreas Keßler,

ich habe einen Opel Astra F Baujahr 1995 und mein Problem ist, dass mein Auto sehr oft beim Fahren ausgeht. Ich fahre beispielsweise an eine Ampel heran die rot ist, drücke die Kupplung und zack ist er aus. Es ist aber auch schon passiert, dass ich ca. 60 km/h gefahren bin, wollte runterschalten in den dritten, da es vor mir langsamer wurde und da ist es schon wieder passiert. Es ist egal ob er kalt oder warm ist, aber meistens passiert es im warmen Zustand.
Wenn ich z.B. in der Stadt fahre und vom Gas gehe und dann wieder Gas geben will, kommt 1 bis 2 Sekunden nichts, dann ruckelt er heftig und erst dann fährt er wieder. Das ist oft das erste Anzeichen, dass er jeden Moment ausgeht.
Es wurde der Leerlaufregler gereinigt, die Zündverteilerkappe soll noch gut aussehen und der Leerlaufstand soll auch in Ordnung sein (nicht zu niedrig eingestellt).

Bitte helfen Sie mir, da ich jeden Tag 110 km zur Arbeit fahre und es sehr lästig ist, wenn er immer wieder ausgeht. Ich habe im September gerade erst neuen TÜV bekommen und da dort keine Mängel festgestellt wurden, würde ich das Auto gerne noch behalten.
Ich hoffe ich habe es Ihnen einigermaßen verständlich beschrieben, da ich überhaupt keine Ahnung von Autos habe.

Mit freundlichen Grüßen

Leider ist die Fern-Diagnose bei ruckelnden und absterbenden Motoren immer sehr schwer! Aus eigener Erfahrung mit älteren Astras weiß ich aber von Problemen mit dem Hall-Geber im Verteiler, der exakt zu solchen Erscheinungen führt. Ebenfalls in Frage kommt der OT-Geber, dessen Kabelverbindungen manchmal korrodieren. Um Ihnen Kosten zu ersparen, würde ich aber zu einer Diagnose (resp. einem Auslesen des Fehlerspeichers) raten, damit nicht auf Verdacht weitere Teile getauscht (und von Ihnen bezahlt) werden.

Gruß vom Autopapst

Renault Twingo BJ ’95 springt nicht mehr an

Hallo Autopapst…

da Du mir wärmstens empfohlen wurdest, wende ich mich nun mit meinem langfristigen Auto-Problem an Dich!
Fahre einen Renault Twingo Bj 95 eigentlich ohne Probleme außer wenn sich die Wetterverhältnisse ändern. War schon in einer Werkstatt doch ohne wirklichen Erfolg. Sobald es nachts unter null Grad ist springt er früh einfach nicht an – Zündung geht doch er zieht nicht durch. Wenn es tagsüber wärmer wird und er Lust hat dann will er mal und mal nicht. Momentan ist komplett Stillstand!
Bitte um Antwort und eventuelle Hilfe!

Danke im voraus.

Grüße

Katharina

Hallo Katharina,

lass mal von der Werkstatt die Steckverbindung des “OT-Gebers” zum Kabelbaum kontrollieren! Hier bildet sich sehr oft Korrosion, im Fehlerspeicher steht dann “OT-Geber defekt”. Die Werkstatt tauscht dann immer den OT-Geber, ohne die Korrosion im Stecker zu beachten. Der neue Geber hält dann auch nicht lange (weil der Übergangswiderstand im Stecker schnell wieder zu hoch wird…).

Gruß vom Autopapst

Renault Clio macht schlapp…

Sehr geehrter Herr Keßler,

ich bin am Verzweifeln. Ich fahre einen 11 Jahre alten Renault Clio, bis vor Kurzem ohne Probleme. Seit einiger Zeit merke ich, dass die Leistung während der Fahrt plötzlich nachlässt, Gas wird nicht mehr angenommen und das Fahrzeug geht teilweise sogar aus.

Wenn ich aber die Kupplung trete und mal richtig Vollgas gebe, kann es sein das das Auto ohne Probleme weiterfährt. (Man kann das Fahrzeug meist sofort wieder starten und fährt dann einige Kilometer und das gleiche Spiel beginnt wieder.)

Es kann aber sein, das in den nächsten Tagen der Fehler nicht wieder auftritt. Denn bisher bin ich ca. 6 Wochen ohne Probleme gefahren. Ich hatte das Auto schon in 3 Werkstätten, bisher gab es keine Hilfe.

Könnten Sie mir vielleicht in meiner Verzweiflung helfen.

Mit besten Grüßen

Inge Häßler

Hallo Frau Schreiber!

Das Problem kann der OT-Geber (Bezugsmarken – oder Oberer Totpunkt-Geber) sein. Das Problem hatte ich im Twingo auch mal.
Es handelt sich um ein bekanntes Verschleißteil und kostet ca. 40 Euro. Die Ursache sind die Steckerpins, die ein Kontaktproblem haben. Man kann die Steckerpins auch einzeln tauschen – nicht den OT- Geber, der ist so gut wie nie die Ursache – das ist billiger.

Grüße vom Autopapst

300TE-24 lässt einen Knall und raucht.

Hallo Herr Kessler, ich habe mir einen 300TE-24 gekauft. Kurz darauf hat er im Kickdown-Betrieb einen Knall gelassen und eine schwarze Rauchwolke entlassen. Ab ca. 6000 U/min hat er auch Leistungsaussetzer. Die Elektrik und Steuergeräte wurden durchgemessen und sind iO. Luftmengenmesser und OT-Geber auch iO. Die Motorkompression hat aber nur ca 6,5 bar! Welche Ursachen kann dies haben? Zylinderkopfdichtung und
Hydrostößel wurden anscheinend auch schon getauscht. Ich bin verzweifelt!
Bitte helfen Sie mir ! DANKE!

Lieber Tobias, was machst Du mit dem Auto? Wesentlich höher als 6000 / min dreht der Sechsender doch gar nicht! Vielleicht ist das schon der Drehzahlbegrenzer, der da eingreift? Schwarze Wolken aus dem Auspuff künden immer von zu fettem, also schlecht verbranntem Gemisch. Und die niedrige Kompression deutet auf schlecht schließende Ventile (zu viele Ablagerungen?) hin. Aus der Ferne ist ohne Probefahrt da fast nichts zu diagnostizieren. Generell sind die 24V-Motoren dieser Generation nicht die Spitze des Motorenbaus bei Mercedes…. Hoffentlich hast Du nicht zu viel Geld für das Auto bezahlt.